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Libyen: Sehenswürdigkeiten

Inhaltsverzeichnis

UNESCO-Welterbestätten

UNESCO Welterbestaetten, Lybien, Karte

Felsmalereien von Tadrart Acacus © goruma (Dr.Philips)

Felsmalereien von Tadrart Acacus
Die Felsmalereien von Tadrart Acacus findet man im Südwesten Libyens in Nähe der Stadt Ghat. In dem aus Felsen bestehendem Massiv findet man mehr als10.000 Felsmalereien in unterschiedlichen Stilarten. Manche der Petroglyphen (Felsmalereien) sind etwa 12.000 Jahre v. Chr. entstanden. Dabei datierte man auch Malereien bis zum 1. Jahrhundert n. Chr. Die Malereien lieferten gute Hinweise auf das tägliche Leben der damaligen Bevölkerungen, die in dem Gebiet der Sahara nacheinander gewohnt hatten.
An Hand der Malereien konnte man die Änderungen der Landschaft im Laufe der Jahre – erst Savanne, dann Feuchtzeiten und jetzt Wüste – recht gut nachvollziehen. Die Felsmalereien von Tadrart Acacus wurden im Jahr 1985 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen, kamen aber im gleichen Jahr bereits auf die "Rote Liste" des Welterbes.

Libyen, Altstadt von Ghadames © goruma (Finntina)

Altstadt von Ghadames
Die Oasenstadt Ghadames liegt im libysch-algerisch-tunesischen Länderdreieck und befindet sich etwa 500 km von Tripolis entfernt.

In Ghadames kreuzten sich 5 Karawanenwege. Hier schlugen die Händler einen Teil ihre Waren um und brachten damit Wohlstand in die Stadt. 
In der Ghadames residierte der Clan der Imanan, Könige der nördlichen Tuaregs, sie sollen vom Propheten Mohammed abstammen.
Von den sieben Clans hatte jeder ein eigenes Stadtviertel inne. Über Ghadames wird schon aus der Zeit der Römer berichtet, die dort Truppen stationiert hatten. Als Byzanz im 6. Jahrhundert christlich wurde, wurde ein Bischofssitz in der Oase eingerichtet. Im 7. Jahrhundert wurde Ghadames dann muslimisch.
Besonders schön sind in der Altstadt die alten Lehmwohnhäuser. Dort ist es für einen Fremden allerdings sehr schwer, sich zurecht zu finden. Die Gassen muten den Fremden an,sich in einem Irrgarten zu befinden. In der Oase leben Berber und einigen Tuaregs.
Die Altstadt von Ghadames wurde im Jahr 1986 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Libyen: Altstadt von Ghadames

Libyen: Leptis Magna © goruma (Dr.Philips)

Libyen: Leptis Magna, Severischer Bogen © goruma (Dr.Philips)

Ruinen von Leptis Magna
Unter Sanddünen begraben fand man in den 1920er Jahren eine ganze Stadt mit großzügig angelegten Straßen, Prunkbauten, Tempeln, Bädern und einen Hafen.
Die Stadt Leptis Magna ist eine besonders gut erhaltene römische Ruinenstadt. Die Ruinen von Leptis Magna wurden im Jahr 1982 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Ruinen von Kyrene
Kyrene befindet sich im Osten Libyens in einem Tal des Hochlandes Dschebel Akhdar - in der Nähe des Ortes Al Bayda und ca 15 km von der Mittelmeerküste entfernt.
Die Stadt wurde im 7. Jahrhundert v. Chr. gegründet und war lange Zeit eine Kolonie der Griechen von Thera und eine bedeutende Handelsstadt.
Die Ruinen der Stadt Kyrene wurden im 18. Jahrhundert entdeckt.
Als im 1. Jahrhundert die Römer die Stadt besetzten, fürchtete man den Untergang des Handel, aber die Blüte der Stadt blieb bis zum Jahr 365 n. Chr. erhalten. Jedoch ein Erdbeben zerstörte Kyrene fast vollständig. Die Ruinen, die man noch heute besichtigen kann, sind der Tempel der Demeter, der Tempel des Apoll, der im 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde, der Zeustempel und Mosaike am Boden in einst glanzvollen Villen.

Im Jahr 2005 wurden noch 76 gut erhaltene römische Statuen entdeckt, die unter Schutt versteckt lagen. Vor Kyrene liegt die Totenstadt aus der damaligen Zeit. Die Ruinen von Kyrene wurden im Jahr 1982 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Libyen: Theater der antiken Hafenstadt Sabratha © goruma (Dr. Philips)

Ruinen von Sabratha
Die Stadt Sabratha liegt im libyschen Munizip az-Zawiya - ungefähr 70 km westlich von Tripolis an der Mittelmeerküste.

Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurde die Stadt von den Phöniziern als Handelsort gegründet. Der Hafen der Stadt ist ein natürlicher Hafen. Außerdem führte von der Stadt aus ein Handelsweg durch die Wüste Sahara.

Durch den Handel wurden die Einwohner der Stadt wohlhabend. Dann eroberten die Römer im 2. und 3. Jahrhunder n.Chr. die Stadt. Im 7. Jahrhundert fielen Muslime in Sarantha ein und zerstörten den Handel und die Stadt wurde daraufhin schnell bedeutungslos. Die Ruinen, wie das römische Forum und das Theater aus der Zeit der Römer sind noch gut erhalten ebenso der Isistempel und die byzantinische Stadtmauer.

Die Ruinen von Sabratha wurden im Jahr 1982 in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.

Libyen: Ruinen von Sabratha

Besondere Bauwerke

Marcus-Aurelius-Bogen in Tripolis © goruma (Finntina)

Marcus-Aurelius-Bogen in Tripolis 
Das einzige noch erhaltene Monument aus der Römerzeit ist dieser Triumph-Bogen, der nach dem römischen Kaiser Marcus Aurelius benannt und ihm zu Ehren im 2. Jahrhundert konstruiert wurde. Er steht am nördlichen Ende der Altstadt (= Medina).

Great Man-Made River
Hierbei handelt es sich um ein unter Muammar al-Qaddafi (el-Gaddafi)1982 konstruiertes Bewässerungssystem, das mittels Leitungen, die über Tausende von Kilometern reichen, Wasser aus fast 1.000 Meter Tiefe in libysche Städte wie Tripolis, Benghazi, Sirt u.a. pumpt. Es soll sich um das größte unterirdische Leitungs-Netzwerk der Welt handeln, und täglich werden etwa 6,5 Mio. m³ Frischwasser gefördert. Muammar al-Qaddafi beschrieb es als das "achte Weltwunder". Mit diesem Bau sichert sich Tripolis seine Wasserversorgung.

Assaraya al-Hamra (Rote Burg) in Tripolis © goruma (Finntina)

Assaraya al-Hamra (Rote Burg) in Tripolis 
Die so genannte "Rote Burg" ist das Wahrzeichen von Tripolis und betimmt auch die Skyline der Stadt. Sie befindet sich am äußeren Rande der Tripolisser Altstadt. Es handelt sich bei ihr um einen breiten Komplex, welcher aus zahlreichen Höfen und Palastgebäuden besteht und auf den Malteserorden zurückgeht.

Erdhäuser in Leptis
Von jedem der etwa 10 m tiefen, von Menschen ausgehoben Plätze führen acht Öffnungen zu acht Zimmerhöhlen, in denen früher jeweils eine Familie lebte.

Libyen, Speicherburg Nalut © goruma (Finntina)

Speicherburgen der Berber in der Sahara
In Libyen gibt es etwa sechs gut erhaltene Lehmbauten dieser Art, mehrere davon befinden sich zwischen Tripolis und Ghadames.

Stadtmauern von Tripolis 
Die Stadtmauern sind von den Römern zum Schutz gegen innere Gegner der Regio Tripolitania [= historische Region im westlichen Libyen] konstruiert worden. Im 8. Jahrhundert hatte man auch eine Mauer zur Meeresseite hinzugefügt. Die Mauern der Medina sind begehbar und bieten einen schönen Blick über die Altstadt.

 

Museen

Libyen: Museum in Leptis Magna © goruma (Finntina)

Museum in Leptis Magna
Zu sehen sind u.a. etliche kostbare Statuen.

Epigraphisches Museum
In diesem herausragenden Museum von Tripolis kann der Besucher Einblicke in Schriften aus der phönizischen, der römischen und der byzantinischen Zeit nehmen.

Jamahiriya Museum
Bei diesem Museum handelt es sich um Libyens Nationalmuseum. Dabei liegen die Austellungsräume innerhalb der Roten Burg. Neben mehreren Artefakten aus der griechischen und der römischen Epoche des Landes besticht das Museum vor allem durch seine Exponate aus Leptis Magna und Sabratha.

Nationalmuseum in Tripolis
Hier ist der grüne VW Käfer zu sehen, den Gaddafi 1969 vor dem Sturz von Idris as-Sanussi fuhr.

 

Moscheen

Moscheen in Tripolis
In Tripolis gibt es diverse Moscheen. Zu den beeindruckendsten gehören aber sicherlich die Gurgi- und die Karamanli-Moschee, welche durch beeindruckende Dekorationen auffallen und die künstlerischen Kenntnisse der lokalen Handwerker demonstrieren. Beide Moscheen liegen in der Altstadt von Tripolis.

 

Universitäten

Al Fateh Univeristy
Tripolis verfügt über das größte und bedeutendste Institut höherer Bildung in ganz Libyen. 1957 wurde die staatliche Universität gegründet, erhielt ihre jetzige Bezeichnung aber erst 19 Jahre später, also nach der gleichnamigen Revolution. Die öffentliche Hochschule bietet kostenlose Bildungsmöglichkeiten für alle Einwohner der Stadt.

Weitere größere Universitäten in Libyen:

Universität Garyounis in Benghazi
Medizinische Universitär Al-Arab in Benghazi (gegründet 1970)
Bright Star University of Technology
Medizinische Universität Sebah 
Universität Al Tahdi (Tahaddi) in Sirte (gegründet 1991)
Universität  7. April in Tripolis
Omar el-Mukhtar Universität in Al Beida
Nasser Universität in Tripolis
Al Jabal Al Ghabri Universität
Universität von Darnah
Höheres Institut für Zivilluftfahrt in Sabeh
Najm Satii Technical University in Brega
College of Islamic Daawa in Tripolis
Al-Arab Medical University in Benghazi
Attahaddi Universität

 

Naturschönheiten und Hafen

Libyen: Wan an Namus, vulkanischer Krater mit kleinem See © goruma (Dr.Philips)

Wan an Namus
Der Vulkankrater im Süden des Landes hat einen Durchmesser von 3 Kilometer und ist von mehreren Seen umgeben.

Hafen von Tripolis 
Der Hafen von Tripolis ist nicht nur der bedeutendste Hafen Libyens, sondern auch einer der ältesten Häfen des gesamten Mittelmeerraumes. Der Hafen wird sowohl als Fracht- als auch als Passagierhafen verwendet. Weitere Bestandteile sind ein Jachthafen sowie einen Anlegeplatz für Fischerboote. 

Tripolis-Zoo 
Der Zoologische Garten von Tripolis - keine wirkliche Naturschönheit, sondern eher eine Naturinterpretation - befindet sich im südlichen Teil des Stadtzentrums und stellt ein recht großes Reservoir von Pflanzen, Bäumen und offenen Arealen dar. Beim Zoo handelt es sich um den größten von ganz Libyen.


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