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Pflanzen in Ägypten

Bäume

Die Wüstengebiete in Ägypten sind nahezu vegetationslos, man trifft nur vereinzelt auf Akazien und Tamarisken.

Ägypten, der Nil bei Luxor
Ägypten, der Nil bei Luxor © goruma

Letztere sind 1-3 m hohe Sträucher bzw. bis 10 m hohe Bäume mit sehr langen Wurzeln, die bis ins Grundwasser reichen. So können sie auch gut auf Salz- und Kalkböden gedeihen, da sie in der Lage sind, das Salz über Drüsen an den Blättern wieder auszuscheiden. Besonders beliebt sind sie als Schattenspender.
Am weitesten verbreitet ist die Dattelpalme, man findet sie sowohl entlang des Nilufers wie auch in den Oasen. Am Nilufer ist sie in guter Nachbarschaft von den wenigen einheimischen Baumarten wie den Maulbeerfeigen, Johannisbrotbäumen und Nilakazien, die, wie die Tamarisken, sehr tief reichende Wurzeln besitzen.

Andere Pflanzen

Tamarisken
Tamarisken © goruma

Während die Wüstensteppe von Hartgräsern und Dornsträuchern dominiert wird, gedeihen auf Schwemmlandböden verschiedene Blumen wie der Lotus, Rosen und Jasmin.
Andere typische Pflanzen Ägyptens sind das Bambusrohr und Schilfgewächse. Meerlavendel (auch als Strandflieder bekannt) und der Salpeterstrauch sind besonders salzresistente Pflanzen und wachsen daher auch am Rand von Salzseen oder im Brackwasser.

Nutzpflanzen

Ägypten, Dattelpalmen

Ägypten, Dattelpalmen © goruma

Die Dattelpalme ist nicht nur der am häufigsten vorkommende Baum, sondern auch einer der sehr vielseitig genutzt werden kann. Neben den Früchten spielt auch der Stamm eine wichtige Rolle, so wird er z.B. als Stütze oder als Balken für Zimmerdecken verwendet. Aus den Wedeln werden Körbe geflochten und Käfige sowie Möbel hergestellt und die Fruchtstiele dienen als Besen.

Zu den Nutzpflanzen kann man sicherlich auch die Papyrusstaude zählen, auch wenn sie früher eine viel stärkere Verwendung fand, als in der heutigen Zeit, und vor allem auch häufiger vorkam. Heute tritt sie nur noch im Süden des Landes auf. Die Papyrusstaude ist eine ausdauernde, grasartige Pflanze aus der Familie der Sauergräser. Sie wird 1 – 3 m hoch und hat ein holziges, aromatisches und kriechendes Rhizom. Die Blätter sind fein, grasartig und befinden sich in einem Schopf angeordnet am Ende des Stängels. Früher wurden verschiedene Pflanzenteile zur Herstellung von Stirnbändern, Sandalen, Kisten, Booten und Tauen verwendet. Die getrockneten Wurzeln fanden als Heizmaterial Verwendung und das Mark des Stängels wurde gekocht und gegessen. Am bekanntesten ist jedoch mit Sicherheit die Herstellung von Papyrus, eines beschreibbaren Stoffes, aus dem Mark der Pflanze. Papyrus gilt als der Vorläufer des heutigen Papiers. Das geglättete und gepresste Geflecht aus Fasern wurde vor allem von den Ägyptern, den Griechen und den Römern verwendet.
Die Schwemmlandböden stellen eine wichtige Region für den Gemüseanbau dar, wobei auch Weinreben hier angepflanzt werden.

Heilpflanzen

Ägypten: Widdersphingen in Karnak
Ägypten: Widdersphingen in Karnak © goruma

Trotz ihrer Giftigkeit wurde die Koloquinte von den alten Ägyptern als Abführ- und Abtreibungsmittel eingesetzt. Heute werden die aus den reifen, getrockneten und geschälten Früchten gewonnenen Wirkstoffe in der Homöopathie bei Kopf- und Gliederschmerzen sowie bei Koliken und Krämpfen angewandt.

Giftpflanzen

Die Wüste beherbergt einige Pflanzen, die sich durch ihre Giftigkeit vor Fressfeinden schützen. Dazu zählt auch die zur Familie der Kürbisgewächse gehörende Koloquinte. An sich ist die gesamte Pflanze giftig, aber die kleinen kürbisähnlichen Beerenfrüchte, denen die Koloquinte Beinamen wie Wüstenkürbis oder Koloquintenkürbis zu verdanken hat, weisen die höchste Giftmenge auf. Die Inhaltsstoffe reizen die Darmschleimhaut und führen zu Krämpfen, Übelkeit mit Erbrechen sowie auch zu Schwindel und Sehstörungen.

Eingeführte Pflanzen

Nur wenige Pflanzen in Ägypten sind einheimisch, die meisten wurden einst aus fernen Ländern mitgebracht.

Dazu gehören neben verschiedenen Obstbäumen wie Bananenstauden, Granatapfel und Orangenbäumen auch Zypressen, Mimosen, der Eukalyptus sowie die Königspalme, der Gummibaum, Hibiskus und Bougainvilleae

Hibiskus

Hibiskus
© goruma (T.Asthalter)

Zypressen

Zypressen
© goruma (T.Asthalter)

Bougainvillea

Bougainvillea
© goruma (T.Asthalter)

Granatapfel

Granatapfel
© goruma (T.Asthalter)

Oleander

Oleander
© goruma (T.Asthalter)

Limette

Limette
© goruma (T.Asthalter)

 





Kommentare
Sir Henry  (Sonntag, 07.05.2017)
Wer fährt denn wegen der Pflanzen nach Ägypten? Niemand!! Dort fährt man zum Surfen oder Tauchen hin. Und natürlich wegen der tollen kulturellen Überbleibsel der alten Ägypter. Schönen Abend!!
Selim  (Mittwoch, 04.02.2015)
Ja, ja, ich bin sehr zufrieden mit der Website. also auch eine 1 ♥

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